Reliquienschatulle, Reliquienurne und Reliquienverehrung PDF Drucken E-Mail
Montag, den 19. April 2010 um 16:44 Uhr

Reliquien im silbernen Reliquiengehäuse

Was 1725 mit Imelda's Reliquien geschah

Sind Ihnen außer diesen und den Reliquien unter dem Schrein der Seligen in San Sigismondo noch andere Standorte als diese bekannt?! Bitte schreiben Sie an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Taken from flickr: LINK

West: Johannes Bosco + Pius V. OP
Nordwest: Philip Neri + Marini de Porres
Südwest: Nikolaus von Myra + Bartolo Longo
Süd: Philip Ap.
Südost: Albertus Magnus OP + Benedict v. Nursia
Ost: H. Agnes von Montepulciano OP + Agnes von Rom V.M.
Nordost: John Massias + Imelda Lamb. V.
Mittig: ?

This reliquary box came from Mt. Athos. It contains the following relic (from top-down, left-right):
John Bosco (ex carne), Pius V (ossibus), Philip Neri (ossibus),Martin de Porres (ossibus),
Nicholas of Myra (ossibus), Bartolo Longo (ferretro), Venantius (cranio), John Nepomecene (cranio),
Zaccharia (Father of John the Baptist, cranio), John the Baptist (cranio), Francis of Paula (cranio),
Lucy (cranio), Philip (Apostle, ossibus), John Massias (ossibus), Imelda Lambertini (ossibus),
Albert the Great (ossibus), Benedict of Nursia (ossibus), Agnes of Montepulciano (ex carne)
and Agnes of Rome (ossibus)

Hier wurde eine einfühlsame Zusammenfügung von Reliquien erstellt:
So war doch die hl Agnes von Rom, Jungfrau und Märtyrin, wegen ihres Starkmutes und in dem Willen ihr Leben für Christus hinzugeben, ein Vorbild der Seligen Imelda. Auch war die hl. Agnes erst ein Kind, als sie im Alter von erst 13 Jahren freudig den Martyrertod auf sich nahm.
Der hl. Papst Pius V., der mit dem Rosenkranz der bedrängten Christenheit zu Hilfe kam, als sie in der Schlacht von Lepanto gegen die Türken stritt, gehörte ebenso wie Imelda dem Dominikanerorden an.
Die hl. Agnes von Montepulciano war eine mystische und visionäre Oberin eines Dominikanerinnenklosters. 1726 wurde sie von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Kuriosität am Rande: Der nächste Papst der den Namen Benedikt wählte, war dann Prospero Lambertini, somit Benedikt XIV..
Auch Albertus Magnus gehörte dem Dominikanerorden an.
Bartolo Longo wurde Mitglied des Dritten Ordens der Dominikaner und zwar des Zweiges des Dominikanerordens, der heute Laiendominikaner genannt wird; dadurch entdeckte er den Rosenkranz seiner Kindheit neu und nannte sich auch Fratel Rosario („Bruder Rosenkranz“).
Der hl. Don Bosco war Jugendseelsorger; hier kann man eine Paralelle ziehen zur Jugend der sel. Imelda und auch der hl. Agnes.
Auch Martin von Porres war Angehöriger des Dominikanerordens.
Der hl. Philipp Neri wurde früh von den Florentiner Dominikanern von San Marco beeinflusst, deren Prior Girolamo Savonarola gewesen war und denen er lebenslang dankbar blieb.
Graf Johann Lambertini ließ ein Feskogemälde im Kloster der Predigerbrüder zum hl. Nikolaus in Bologna herstellen, welches die selige Imelda darstellt. Vielleicht wurden deshalb die Reliquien vom hl. Nikolaus von Myra in obige Reliquienschatulle mit eingebunden.

 

Was mit Imeldas Reliquien geschah

Ihr Leib wurde zunächst im Kloster Val di Pietra bestattet. Die Nonnen ehrten das Andenken ihrer kleinen Mitschwester durch ein besonderes Fest, das sie jährlich am 12. Mai, dem Jahrestage des Wunders, begingen. Imeldas Name wurde in das Verzeichnis der Heiligen und Seligen ihres Ordens eingetragen und ihr Andenken in Liedern und Gebeten gefeiert. 1582 wurden die Reliquien jedoch nach Bologna in das neue Dominikanerinnenkloster in der Via Galleria überführt. Nach Aufhebung des Klosters durch Napoleon verbrachte man ihre Reliquien in die Kirche San Sigismondo im alten Universitätsviertel.

 

Anno 1599 - Ausstellung und Verehrung der Reliquien

Schon 1599 hatte die Priorin, Mutter Nocolosa Lupari die kirchliche Erlaubnis eingeholt, die Reliquien zur Verehrung der Gläubigen ausstellen zu dürfen. Es lebte damals noch der Erzbischof Paleotti, derselbe, der die Übertragung des hl. Leibes veranlaßt hatte. Mit größter Freude willfahrte er dem frommen Verlangen der Nonnen und infolge seiner Erlaubnis konnte das Volk von Bologna nun regelmäßig an bestimmten Tagen die Reliquien seiner lieblichen Fürsprecherin verehren; z.B jedes Jahr am 24. Februar, also am Jahrestage der Übertragung des hl. Leibes Imeldas aus dem Ursprungskloster in Val-di-Pietra in das Kloster innerhalb der Stadtmauern von Bologna, sangen die Dominikanerinnen zu Ehren ihrer lieblichen Beschützerin die im Anhang befindliche Antiphon, mit dem Kirchengebet. (Siehe Büchlein 1, Gebete im Anhang). Der 12. Mai war ebenfalls ein Gebets- und Festtag.

 

Anno 1725 - Reliquien Imelda's gehen an Klöster

Zur Zeit der bischöflichen Untersuchung im Jahre 1725 wurden verschiedene Reliquien vom hl. Leibe Imeldas abgelöst. Die kleine Braut der Eucharistie sollte an mehreren Orten verweilen, gleich ihrem göttlichen Bräutigam. Die Familie Lambertini erhielt einen Armknochen und einen Teil der Rippen. Sämtliche Kirchen und Abteien, die sich auf den Lambertinischen Gütern befanden, wurden mit je einem Altar, einem Gemälde und einer Reliquie der Seligen beschenkt. Außer dem bisher genannten Kloster der Dominikanerinnen besaß der Orden des hl. Dominikus noch 8 Klöster in Bologna; sieben für Frauen und einem für Männer. Alle diese Häuser verlangten einen Anteil an den heiligen Reliquien. Auch die Serviten von Val-di-Pietra machten ihre Ansprüche geltend. Sie hatten getreulich das Andenken der jungfräulichen Heiligen bewahrt, weshalb man ihre Bitte nicht abschlagen konnte. Gerade die Reliquien, welche die Serviten erhielten, wurden durch viele Wunder verherrlicht. So bezeugte die liebe Heilige ihre Dankbarkeit für das fromme Asyl von Val-di-Pietra, das ihre kurzen Wanderjahre auf Erden beschattet hatte.

Text unter dem Foto:
Antica Urna delle Reliquie della Beata Imelda donata dal Marchese Piriteo Malvezzi
übersetzt:
Alte Urne mit Reliquien der seligen Imelda; gestiftet vom Grafen (od. Herzog) Piriteo Malvezzi

Die schlechte Bildqualität ist auf das Ursprungsfoto zurückzuführen. Es stammt aus folgender Quelle: http://gloria.tv/media/MtCaGc52kNr (Die Webmasterin distanziert sich von einigen Inhalten der Internetpräsenz "gloria.tv")

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. März 2015 um 16:36 Uhr
 
German English French Italian Portuguese Russian Spanish

We use cookies to improve our website and your experience when using it. Cookies used for the essential operation of the site have already been set. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.

EU Cookie Directive Module Information